Keine Anmeldung mehr zu den Gottesdiensten in Altrip, Neuhofen und Otterstadt nötig!

Keine Anmeldung mehr zu den Gottesdiensten in Altrip, Neuhofen und Otterstadt

Ab 1.Oktober fällt die Anmeldung zu den Werktagsgottesdiensten in allen Gemeinden und zu den Gottesdiensten am Wochenende in Altrip, Neuhofen und Otterstadt weg. Die geringe Zahl der Gottesdienstbesucher macht diesen Schritt möglich. Sie können also einfach zum Gottesdienst kommen. In seltenen Fällen kann es allerdings vorkommen, dass die aktuell mögliche Gottesdienstteilnehmerzahl erreicht ist und die Ordner niemanden mehr einlassen können. Die zur Kontaktverfolgung notwendigen Daten werden beim Betreten der Kirche erhoben und wie bisher auch 30 Tage aufbewahrt. 

Lediglich zu den Sonn- und Vorabendmessen in Limburgerhof und Waldsee bitten wir weiterhin um Anmeldung per Telefon oder Email. Hier sind die Kirchen oft so gut gefüllt, dass die Erstellung eines Sitzplans durch das Pfarramt notwendig bleibt. Aber auch hier gibt es oft noch Plätze für Kurzentschlossene.

Anmeldung für das Wochenende in Waldsee und Limburgerhof immer am Mittwoch vorher von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 16.30 Uhr unter 06236 429080 oder pfarramt.waldsee@bistum-speyer.de

Caritas-Kollekte

Kollekte am Caritas-Sonntag, 20. September 2020

Der Caritasverband für die Diözese Speyer wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Aus diesem Grund wird der Caritas-Sonntag im Dom zu Speyer mit unserem Bischof und dem Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Dr. Peter Neher, gefeiert. Mit der Kampagne „Sei gut, Mensch!“ lenkt der Deutsche Caritasverband in diesem Jahr die Aufmerksamkeit auf vielfältiges gesellschaftliches Engagement. Damit wird ein Zeichen gesetzt gegen die Herabsetzung sozial engagierter Menschen als „Gutmenschen“: Denn sie verdienen Anerkennung dafür, dass sie Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen.

Die Kampagne zeigt auf, dass wir alle in der Verantwortung stehen für ein gelingendes Miteinander: Jede Gemeinschaft lebt von Menschen, die bereit sind, sich zu engagieren, sich für andere einzusetzen und zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Gerade durch Corona haben wir erlebt, wie ehrenamtliches Engagement mit kreativen Ideen den Bewohner*innen und Kund*innen unserer Caritas-Einrichtungen die schwere Zeit der Kontaktbeschränkungen erleichtert hat. 

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen zeigten und zeigen Mitgefühl, Herz, Geist und Seele und stehen mit ihrer ganzen Persönlichkeit  dafür ein, Menschen zu helfen und Gesellschaft zu gestalten. 

Der Erlös der Kollekte am Caritas-Sonntag kommt in diesem Jahr im Rahmen der Caritas-Kampagne „Sei gut, Mensch!“ Angeboten der Caritas-Zentren für Familien und ihre Kinder zugute. Hier engagieren sich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen für Kinder aus bedürftigen Familien, um ihnen den Zugang zu Freizeitangeboten und -aktivitäten zu ermöglichen. Die Angebote reichen von Familienbüros und Familienfreizeiten über Kinderhort und Kinderzentrum bis hin zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen für die Arbeit mit Kindern.

Mit Ihrer Spende erhalten Kinder die Unterstützung, die sie brauchen. Dafür bedankt sich der Caritasverband Speyer sehr herzlich.

Spendenkonto
Kontoinhaber:          Caritasverband f.d. Diözese Speyer e.V.
IBAN:                         DE60 7509 0300 0000 0444 40
BIC:                            GENODEF1M05 (Liga-Bank Regensburg)
Kennwort                  Caritas-Sonntag 2020

Die Kollekte wird in den Vorabendgottesdiensten am Samstag, 19. September, und in den Sonntagsmessen am 20. September gesammelt.  Es sind auch Online-Spenden und Spenden per Überweisung möglich.

„Kirche muss hinaus gehen und sich aussetzen“

Von links: Stefan Häußler, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Artur Noras 

Bischof Karl-Heinz Wiesemann weihte Stefan Häußler und Artur Noras zu Priestern – Liveübertragung des Pontifikalamtes ins Internet

„Heute freut sich das gesamte Bistum“, sagte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann anlässlich der Priesterweihe von Stefan Häußler und Artur Noras am 12. September im Speyerer Dom. In einem feierlichen Gottesdienst wurden die beiden Kandidaten durch Handauflegung, Gebet und Salbung zu Priestern geweiht. Zugleich wurden sie damit in das Presbyterium, die Gemeinschaft der Priester im Bistum Speyer, aufgenommen. „Priester Jesu Christi können wir nur gemeinsam sein“, unterstrich Bischof Wiesemann. Die Weihe sei „ein Ansporn für alle, über die eigene Berufung nachzudenken, jeder an seinem Platz“. Wiesemann zelebrierte die Messe gemeinsam mit Weihbischof Otto Georgens, Regens Markus Magin und Spiritual Martin Seither. Unter den Mitfeiernden waren die Eltern und Angehörigen, Freunde und Wegbegleiter der beiden Neupriester sowie die Mitglieder des Speyerer Domkapitels und zahlreiche Priester und Mitarbeitende des Bistums.

„Das Bild des Priesters hat sich in den vergangenen Jahren sehr gewandelt“, betonte Bischof Wiesemann in seiner Predigt. „Wir sind schon lange nicht mehr ‚Hochwürden‘. Und wir sind froh, dass wir das nicht mehr sein müssen.“ Die Aufgabe des Priesters sei ein „doppeltes Knien“: das „Niederknien vor Jesus Christus und der Versuch, ihn immer tiefer zu erfassen“, und zugleich ein „sich Beugen im Dienst an den Menschen“. Um das Bild Christi in der Welt zum Leuchten zu bringen – „farbenfroh, unmittelbar, menschlich nah und göttlich“ – müsse der Priester das Bild Jesu zutiefst in sich tragen. Nicht nur das Priesterbild, auch die Rolle der Kirche habe sich in den vergangenen Jahren verändert. „Wir können die Gesellschaft nicht mehr normieren. Auch das ist gut so, denn das Evangelium wollte schon immer etwas anderes: Menschen berühren, sie bewegen, Kräfte der Liebe und des Vertrauens in ihrem Leben freisetzen“. Kirche müsse heute hinausgehen und sich aussetzen. „Wir sind gesandt, die Botschaft Jesu dorthin zu tragen, wo sich das Leben der Menschen abspielt“, so Wiesemann.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Speyerer Dommusik, geleitet von Domkapellmeister Markus Melchiori, und Domorganist Markus Eichenlaub. Da die Zahl der Sitzplätze im Dom aufgrund der Corona-Maßnahmen beschränkt war, wurde der Gottesdienst von einem Kamerateam der Gemeinschaft Chara ins Internet übertragen.

Am Sonntag, den 13. September, feiern beide Neupriester ihre Primiz: Stefan Häußler um 11 Uhr in der Kirche St. Bernhard in Speyer und Artur Noras um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Lauterecken.

Video-Übertragung der Priesterweihe:

https://www.youtube.com/watch?v=sHgMbYgt9WM&feature=youtu.be

Weitere Informationen zu den beiden Neupriestern:

https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichten/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=15426&cHash=2c4c89e6e35ae5b71d0b2f2a5e9b702f

Schuh- und Kleidersammlung

Gute, tragfähige Bekleidung

Anzüge, Woll- und Strickwaren, Bett- und Haushaltswäsche, Schuhe (paarweise gebündelt), Hüte, Unterwäsche für Erwachsene und Kinder, aber bitte keine Lumpen, Textilreste, Papier und ähnliches abgeben!

Abgabe am

Samstag, den 19. Sept. 2020

zwischen 8:30 und 10:00 Uhr

 Kath. Pfarrheim, Dekan-Finck-Platz

Für die in der Kleidung befindlichen Wertsachen, insbesondere Bargeld, kann keine Haftung übernommen werden.

Die Sammlung wird im Auftrag des “Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e.V.” (SEK), Köln, durchgeführt. Mit dem Erlös werden Selbsthilfeprojekte brasilianischer Kolpingsfamilien unterstützt, die Arbeitsplätze schaffen und den Lebensunterhalt vieler Menschen sicherstellen.

Kleidersäcke liegen in der kath. Kirche St. Bonifatius während der Öffnungszeiten bereit oder können telefonisch angefordert werden bei:

Buschbacher, Tel. 61358,  Heßlinger, Tel. 462740 oder Thomas, Tel. 88605.

Bestellungen sind auch unter kolpingsfamilie@st-bonifatius-limburgerhof.de möglich.

Die gewünschte Anzahl der Kleidersäcke wird Ihnen vorbeigebracht.

Herzlichen Dank

Ihre                Kolpingsfamilie Limburgerhof

Die Internationalen Musiktage 2020 am Dom

Programm mit Beethoven-Schwerpunkt – Anpassungen an die Corona-Bedingungen

Speyer. Am 19. September starten die Internationalen Musiktage am Dom zu Speyer. „Wir freuen uns, dass die diesjährigen ‚Internationalen Musiktage Dom zu Speyer‘ stattfinden können. Nach den vielen Wochen ohne Live-Konzerte hoffen wir auf viele Besucherinnen und Besucher und schöne Konzerterlebnisse in unserem Dom und den vielen anderen Veranstaltungsorten in Speyer“, sagt Domkapellmeister Markus Melchiori. Das Motto „Beethoven … plus!“ lenkt den musikalischen Blick auf den diesjährigen großen Jubiläumskomponisten, der mit drei Symphonien, dem 3. Klavierkonzert, einem Streichquartett und einem Liederzyklus selbst zu Wort kommt.

Starkomponisten mit Starbesetzung

Das Musikfestival findet – wie alle Veranstaltungen – in diesem Jahr unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie statt. Das betrifft räumliche und organisatorische Aspekte, wie auch die inhaltliche Gestaltung. Das lange geplante Programm zum Beethoven-Jahr wurde dabei der aktuellen Situation angepasst, ohne den Schwerpunkt aus dem Blick zu verlieren. Dafür hat sich Domkapellmeister Markus Melchiori, der das Festival künstlerisch leitet, auf die Suche nach Vorbildern und Inspirationsquellen für Beethoven gemacht.  Da findet sich Johann Sebastian Bach, dessen „Wohltemperiertes Clavier“ für Beethoven als Lehrwerk eine große Rolle spielte. Die Kantaten „Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ und „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ erklingen daher im Eröffnungskonzert der Internationalen Musiktage am 19. September. In zwei „Nachtmusiken“ wird Lautenmusik des barocken „Popstars“ Silvius Leopold Weiss und Johann Sebastian Bachs in der barocken Dreifaltigkeitskirche erklingen. Der berückend schöne, kammermusikalische Kantatenzyklus „Membra Jesu nostri“ aus der Feder Dietrich Buxtehudes erklingt in der Kirche St. Joseph. Auch das 30-jährige Weihejubiläum der dortigen Orgel wird mit einem Festkonzert gefeiert werden. Den Abschluss bildet die erste große Messvertonung Joseph Haydns, der stolz darauf war, Beethovens Lehrer gewesen zu sein. Die Missa Cellensis, die sogenannte „Große Mariazeller Messe“ in C von Haydn erklingt im Abschlusskonzert am 3. Oktober in der Gedächtniskirche. Um möglichst viele Leute einlassen zu können, findet dieses Konzert an diesem Tag gleich zweimal statt.

Mit Orchesterkonzerten, einem Liederabend sowie Konzerten für Orgel und Laute bieten die Musiktage auch in diesem Jahr und Corona zum  Trotz eine große musikalische Vielfalt. Es spielen und singen mit Susanne Z’Gaggen (Orgel), Andreas Martin (Laute), Florian Barak (Cello) und Christoph Prégadien (Gesang), international gefragte Interpreten, die zu den Spitzen ihres Faches zählen. Die größeren Formationen stellen in bewährter Form das Orginalklangorchester L’arpa festante, die Capella Spirensis und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Das gesamte Programm mit allen Künstlern steht auf der Seite der Dommusik zum Download bereit: https://www.dom-zu-speyer.de/dommusik/konzerte/internationale-musiktage/

Räumliche und organisatorische Anpassungen auf die Corona-Situation

In einem guten Miteinander mit der Stadt Speyer und der evangelischen Landeskirche wurden auch für die veränderten räumlichen Anforderungen gute Lösungen gefunden. Da manche Veranstaltungsorte zu klein sind, kamen die Dreifaltigkeitskirche und die Stadthalle als neuer Konzertort hinzu. Bei den Konzerten selbst gelten die gängigen Hygieneschutzregeln, die größtmögliche Sicherheit bieten sollen. Während des Aufenthalts an den Veranstaltungsorten ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, die am Platz abgenommen werden darf.

Karten für die Internationalen Musiktage gibt es in der Dom-Info auf der Südseite des Doms und in der Touristinfo. Online sind die Karten über Reservix erhältlich. Da die Kontaktdaten erfasst werden müssen, sollten Tickets möglichst im Vorverkauf erworben werden.

Foto: Klaus Landry

Würzwische

Würzwische in Waldsee

Trotz der Corona-Pandemie planen wir auch in diesem Jahr, Ihnen wieder Würzwische anzubieten, allerdings in geringerer Zahl. Aus Hygienegründen wird es keinen Verkaufsstand vor der Kirche geben; die Sträuße werden im Sonntagsgottesdienst am 16.08. geweiht und können beim Verlassen der Kirche gegen eine Spende mitgenommen werden. 

Der Erlös ist wie in jedem Jahr für unsere Partnergemeinde Hanika (Ruanda) bestimmt. Da Hanika unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sehr stark leidet, bitten wir, dies bei Ihrer Spende zu berücksichtigen.

Kräuter, Französisch, Blumenstrauß


Ansprechpartner: Gerald Tremmel, Tel. 54623


Würzwische und Patronatsgottesdienst in Otterstadt , 16.08. um 09:30 Uhr

Wir feiern das Patronatsfest Mariä Himmelfahrt, aber leider mit Corona-Einschränkungen, um die Abstandsregeln einzuhalten: keine fahnentragenden Vereine, kein Umtrunk nach der Messfeier, keine Würzwische der kfd in diesem Jahr. Eigene Würzwische dürfen mitgebracht werden – hoffentlich werden viele gebracht, damit wir ein bisschen von dem vertrauten Duft in der Kirche haben. Hoffen wir darauf, dass wir im nächsten Jahr wieder in alter Weise feiern dürfen.


Würzwische in Limburgerhof

Am Samstag, 15. August, 09:00 Uhr, treffen wir uns am Pfarrzentrum, um Kräutersträuße zu binden. Aufgrund der besonderen Situation werden wir etwas weniger Sträuße binden, wie in den Jahren zuvor.
Über rege Beteiligung freuen wir uns. Viel Erfolg beim Kräuter sammeln.

Wer am Sonntag nicht zum Gottesdienst kommen kann, dem bringen wir die gesegneten Kräutersträuße am Sonntag, 16. August, nach dem Gottesdienst, auch direkt heim.

Lavendel, Lein, Strauß, Lila, Blau, Kräuter

Bitte melden bei:

Gabriele Tischper  0160-90 62 12 41

Helga Unterstenhöfer  (0 62 36) 83 18 oder 0171-96 11 525

Barbara Sassmann 0173-75 38 502

Babette Bauer  (06231) 31 32

Herzlich Willkommen

Artur Noras ist ab 1. August Diakon in Waldsee

Liebe Mitchristen der Pfarrei Hl. Christophorus.,

mein Name ist Artur Noras und ich freue mich, dass ich ab August in Ihrer Pfarrei als Diakon mitarbeiten kann. Die Priesterweihe wurde aufgrund der Corona-Krise auf den 12.09.2020 verschoben, sodass ich nach diesem Zeitpunkt, als Kaplan mitwirken kann. Meine Heimatpfarrei ist die Pfarrei Hl. Franz Xaver Lauterecken. Dort bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen. Jedoch habe ich oberschlesische Wurzeln. Studiert habe ich an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und bin Anfang 2016 fertig geworden. Nach vielen verschiedenen pastoralen Praktikas und inneren Prüfungen, habe ich mich entschlossen Priester zu werden. Ich denke, dass dieses Berufsbild gut zu mir passt, da ich sehr gern mit Menschen unterwegs bin und der Priesterberuf mir ein sehr breites Spektrum an Aufgaben und Möglichkeiten sich selbst einzubringen, bietet. Zu meinen Hobbys gehören Tischtennis, Spiele, geselliges Beisammensein, Wandern und alles was Spaß macht. Und was machen Sie gern? Ich freue mich Sie kennenzulernen und auf gute Gespräche! 

Bis bald! Ihr Diakon


Pfarrer Ralf Feix ist neuer Kooperator in Waldsee

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat Pfarrer Ralf Feix ab dem 1. August als Kooperator in der Pfarrei Heiliger Christophorus in Waldsee beauftragt. Bisher war Feix in der Abteilung Jugendseelsorge des Bischöflichen Ordinariats tätig und verantwortete die Bereiche Ministrantenseelsorge und Berufungspastoral.

„Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens!“

Liebe Schwestern und Brüder in der Pfarrei Waldsee,

diese Frage und diese Aussage des Petrus, die sich im 6. Kapitel, Vers 68 finden, begleiten mich auf unterschiedlichen Ebenen seit vielen Jahren in meinem Leben. So wurden sie auch zu meinem Primizspruch 2007 und sie werden mich sicher ein Leben lang begleiten.

Ein wenig zu meinem Werdegang: Aufgewachsen bin ich im Barockstädtchen Blieskastel in der Saarpfalz. Geistlich-kirchlich wurde ich vor allem durch die Patres im Kapuzinerkloster geprägt. Gerne erinnere ich mich daran, als ich damals Pater Johannes mit meinen 9 Jahren fragte, ob ich denn auf dem Kloster Messdiener werden könne. Er sagte: „Du kannst zum Messdienen kommen, wann du willst. Diesen Dienst versah ich mit Freude und bin auch heute sehr dankbar, wenn sich junge Menschen zu dieser Aufgabe entscheiden. Nach dem Abitur begann ich zunächst mit einem Gartenbaustudium, doch recht schnell beschäftigte mich intensiv die Frage, „wohin mein Weg denn hingehen solle“ und so entschied ich mich in den Orden der Kapuziner einzutreten. Eine franziskanisch-ignatianisch geprägte Zeit, für die ich sehr dankbar bin und hoffentlich einiges auch an guten „Haltungen“ mitbekommen habe, um auch weiter mit Menschen auf dem Glaubensweg zu sein, gemäß der Maxime „(geistliche) Leitung als Begleitung“ wahrzunehmen.

Nach fünf Jahren als Ordenspriester entschied ich mich 2012 als Weltpriester in meine Heimatdiözese Speyer zu wechseln. Kein leichter Schritt. So hieß es für mich drei Jahre in der Pfarrei Schifferstadt zu arbeiten und schließlich wurden mit von 2015-20 die Stellen „Berufungspastoral Speyer“ und das „Messdienerreferat“ im Ordinariat anvertraut, wofür ich sehr dankbar bin. Die vielfältigen Erfahrungen, die mir hier in den Aufgaben und Herausforderungen begegneten, kann ich hoffentlich in ihrer Pfarrei weiter einbringen, zur Entfaltung bringen und mit ihnen auch einiges ausprobieren. Darauf freue ich mich.

Weiterhin freue ich mich darauf mich wieder mehr „von der Wiege bis zu Bahre“ einsetzen zu können und so im direkten Kontakt mit den Menschen zu arbeiten.

In diesem Zusammenhang begleitet mich seit einiger Zeit ein weiterer Satz. Er stammt aus dem Propheten Nehemia: „Die Freude am Herrn ist eure Stärke. (Neh 8,10). Ich glaube, wir erleben alle, dass es auch „bei Kirche“ dann weitergeht, wenn eine jede und jeder auf seine eigene Berufung und Beziehung zu Christus und den Menschen schaut, diese reflektiert und in das gemeinsame Glaubensleben einbringt. Das ist Geschenk und Herausforderung zugleich: dem möchte ich mich mit ihnen gemeinsam stellen. Wir sind in Christus verbunden und daraus erwächst letztlich Stärke und Attraktivität. Davon bin ich überzeugt.

Auf den gemeinsamen Weg mit ihnen freue ich mich

Ihr
Pfr. Ralf Feix

„DA_ZWISCHEN“

„Den Messenger-Gottesdienst kann jeder mitgestalten“

Die Netzgemeinde „DA_ZWISCHEN“ hat sich Neues einfallen lassen, um trotz Corona miteinander in Verbindung zu bleiben

Felix Goldinger 

Beim Stichwort „Digitale Gottesdienste“ denken die meisten zunächst an Livestream-Übertragungen. Doch das Feld der digitalen Gottesdienste ist viel weiter: Da gibt es zahlreiche kreative Formen und innovative Formate, teilweise auch mit einer Verbindung von digitalen und analogen Elementen. Die Netzgemeinde „DA_ZWISCHEN“ hat in der Zeit der Corona-Beschränkungen einen speziellen „Messenger-Gottesdienst“ entwickelt. Was es damit auf sich hat und welche Erfahrungen damit verbunden sind, erläutert Felix Goldinger, Pastoralreferent im Bistum Speyer und Teil des zehnköpfigen Teams der Netzgemeinde „DA_ZWISCHEN“.

Seit wann gibt es in der Netzgemeinde das Angebot digitaler Gottesdienste?

Felix Goldinger: Die digitalen Gottesdienste sind in Zusammenhang mit den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie entstanden. Als sich zeigte, dass wir Ostern nicht wie gewohnt feiern können, überlegten wir uns, wie eine digitale Alternative aussehen könnte. An Palmsonntag haben wir dann den ersten Messenger-Gottesdienst gefeiert.

Ist ein digitaler Gottesdienst mit einem Gottesdienst in einer Kirche vergleichbar? Was ist gleich? Was ist anders?

Felix Goldinger: Unsere Gottesdienste funktionieren per Chat: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begegnen uns auf WhatsApp, Facebook-Messenger, Notify oder Telegram. Sie chatten mit uns, wie man es im Freundeskreis tut. Das ist unsere Art der feiernden Gemeinschaft. Deshalb findet der Gottesdienst auch immer im „Du“ statt.

In der Netzgemeinde suchen wir nach einem Weg, unsere reiche Tradition neu zu deuten: Dabei sind uns sowohl digitale Gepflogenheiten wichtig als auch eine Übersetzung in unsere Zeit. Insofern gibt es in unseren Messenger-Gottesdiensten bekannte Elemente wie etwa zu Beginn der Gruß mit dem Kreuzzeichen, aber auch Dinge, die eben anders ablaufen.

Wir haben beispielsweise eine Fronleichnamsprozession als Podcast-Reihe gestaltet: Wanderschuhe an, Stöpsel in die Ohren und mit inspirierenden Gedanken unterwegs sein. Die Teilnehmenden haben uns im Anschluss Videos von ihren „Prozessionsschritten“ geschickt. Daraus wurde ein Segensvideo zum Abschluss des Tages, dass zeigte, wie viele Menschen an unterschiedlichen Orten dabei waren.

Die Gemeinschaft transparent zu machen, obwohl wir nicht einen Kirchenraum teilen: Das ist uns wichtig. Vor allem die Möglichkeit, unsere Gottesdienste zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten zu feiern, unterscheidet unser Format am deutlichsten von einem Gottesdienst in einer Kirche.

Worauf legt Ihr bei den digitalen Gottesdiensten besonderen Wert?

Felix Goldinger: Besonders wichtig sind uns Beteiligung und Interaktion: die Teilnehmenden unserer Gottesdienste können den Verlauf der Feier mitgestalten und eigene Ideen und Ansichten einbringen. Außerdem bieten wir immer ein persönliches Gespräch an: unsere Gottesdienste sollen die persönliche Begegnung auch im digitalen Raum ermöglichen.

Praktisch funktioniert das so, dass nach dem Schlusssegen im Chat eine Nachricht verschickt wird, die fragt, ob die Teilnehmerin, der Teilnehmer nun in einen persönlichen Chat mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger gehen möchte. Wir erleben da sehr tiefe Begegnungen und Gespräche.

Was unterscheidet die digitalen Gottesdienste der Netzgemeinde von den Livestream-Gottesdiensten, die in den vergangenen Wochen von vielen Bistümern und Pfarreien übertragen wurden?

Felix Goldinger: Unsere Gottesdienste sind keine Eucharistiefeiern. Wir feiern „den Sonntag“, d.h. wir lehnen uns immer an das Evangelium des Sonntags an und übertragen die Frohe Botschaft in unseren jeweiligen Kontext. Unsere Gottesdienste haben auch keine Leiterin oder Leiter. Jeder Mitfeiernde kann selbst entscheiden, wie schnell oder ausführlich er am Gottesdienst teilnehmen kann und will. Oft bieten wir deshalb Auswahlmöglichkeiten an: Verschiedene Textlängen zum Beispiel oder auch unterschiedlich aufbereitete Impulsgedanken.

Welche Erfahrungen macht die Netzgemeinde mit den digitalen Gottesdiensten? Welchen Zuspruch erfährt dieses Angebot?

Felix Goldinger: Jedes Wochenende feiern wir mit 300 bis 400 Personen. Dabei sind nur die Personen gezählt, die aktiv bis zum Ende mit uns feiern und bei Interesse das Gesprächsangebot im Anschluss nutzen. Insgesamt gehören zwischenzeitlich knapp 3.500 Personen zur Netzgemeinde da_zwischen.

Wir sind ziemlich überwältigt von diesem großen Zuspruch. Immer wieder melden sich Mitfeiernde dankbar zurück – das freut uns natürlich sehr. Für einige ist diese Möglichkeit wichtig, weil eine Teilnahme an einem Gottesdienst in der eigenen Gemeinde noch zu risikoreich ist – andere melden uns zurück, dass die Flexibilität, die andere Sprache und Musikauswahl für sie besonders wichtig geworden sind.

Wer sind die Menschen, die gern digitale Gottesdienste mitfeiern? Kann man zum Beispiel über die Altersstruktur etwas aussagen?

Felix Goldinger: Bei da_zwischen ist es schon immer ziemlich bunt: junge Menschen sind genauso dabei wie Senioren. Alle eint sicherlich die Sehnsucht nach einer zeitgemäßen Form, den christlichen Glauben kennenzulernen und Sorgen und Hoffnungen des Alltags zu teilen. Jetzt in Corona-Zeiten ist auch das Thema Kontakt, Austausch und Nähe besonders wichtig. Es gibt Personen, die eigentlich immer mit uns feiern, aber auch immer wieder Menschen, die das Angebot erstmalig oder einmalig nutzen.

Wann findet der nächste digitale Gottesdienst in der Netzgemeinde statt? Auf welchem Weg kann ich den Gottesdienst mitfeiern?

Felix Goldinger: Wir feiern noch bis 26. Juli jeden Sonntag – und nach den Sommerferien wieder ab 24. August. Der erste Messenger-Gottesdienst nach den Ferien wird am 30. August stattfinden.

Wie regelmäßig finden in der Netzgemeinde digitale Gottesdienste statt?

Felix Goldinger: Wir haben uns vorgenommen, vorerst jede Woche und zu besonderen Feiertagen einen Messenger-Gottesdienst anzubieten. Wir sind gespannt, was aus diesem neuen Format entstehen wird. Glücklicherweise ist das Team sehr gewachsen. Die Gottesdienste bereitet nicht nur das „Team Speyer“ vor, sondern auch Kolleginnen und Kollegen aus Würzburg, Freiburg und Köln. Außerdem haben in der Corona-Zeit einige Seelsorgerinnen und Seelsorger ihre Unterstützung für den persönlichen Chat angeboten. Das ermöglicht es uns, nicht nur regelmäßig Gottesdienste anzubieten, sondern auch eine große Vielfalt: Jeder hat seinen eigenen Stil und eigene Ideen. Das ist großartig.

Gibt es neben der Netzgemeinde noch andere Anbieter von digitalen Gottesdiensten im Netz?

Felix Goldinger: Klar – es gibt im Netz viele unterschiedliche Gottesdienstangebote. Neben Streams gibt es noch andere Formate von rein digitalen und hybriden Formen – also Gottesdiensten, die digital und analog stattfinden können. Ob es noch andere Messengergottesdienste gibt, weiß ich nicht. Zum Glück ist die Netzgemeinde DA_ZWISCHEN aber sehr flexibel und darf gerne weiterwachsen: Wir freuen uns über jeden, der zu uns findet.

Weitere Informationen:

https://netzgemeinde-dazwischen.de/