Weltgebetstag 2020

„Jede Pastoral ist Berufungspastoral, jede Ausbildung gilt der Berufung und jede Spiritualität hat mit Berufung zu tun“ (Christus vivit, Nr. 254). So heißt es im Nachsynodalen Schreiben zur Jugendsynode, die im Oktober 2018 stattfand. So braucht jede Pastoral zunächst das Gebet! Seien Sie am 02./03. Mai dabei und unterstützen wir einander im Gebet

Wie können wir beten?

Ganz einfach. Jede und jeder kann von daheim aus mitbeten. Am 02. und 03. Mai 2020 (von 18:00 bis 18:00 Uhr) wollen wir uns deutschlandweit 24 Stunden Zeit für das Gebet um geistliche Berufungen nehmen. Das können wir auch jetzt in der Zeit tun, da wir durch die Corona-Krise eingeschränkt sind!

Egal, ob alleine oder in einer kleinen Hausgemeinschaft. Egal, ob jung oder alt. Wir freuen uns auf das Miteinander in einer großen Gebetsgemeinschaft! Wir bleiben auch in unserer Zeit nicht allein! Dies wird für alle sichtbar, wenn Sie sich auf unserer interaktiven Karte mit Ihrer jeweiligen Gebetszeit eintragen! Vielleicht sind Sie auch neugierig, an welchen anderen Orten in diesem Anliegen gebetet wird?!

Manche beten auch daheim lieber verbunden mit einer Gebetsgemeinschaft. Für sie werden wir nach Möglichkeit einen Livestream anbieten. Orte, von denen aus das Gebet um Berufungen als Livestream gesendet wird, und die Zeiten der Übertragung werden in Kürze hier aufgelistet:

Interaktive Karte mit Livestreams

Andere beten zuhause gerne persönlich bzw. in der Gebetsgemeinschaft mit den Familienangehörigen. Man kann etwa den Rosenkranz im Anliegen um geistliche Berufungen beten oder eine entsprechende Andacht im Gotteslob unter diesen Aspekt stellen. Dazu bietet sich im Gotteslob zum Beispiel die Nummer 678 an oder auch eine eucharistische Andacht (je unter den Nummern 675, Abschnitte 3,4,6 und 8 sowie 676, 1 und 3).

Gebetsvorschläge

Wir haben aber auch hier direkt einige Gebetsvorschläge zum Thema „Berufung“ online gestellt. Sie sind sehr unterschiedlich angelegt, so dass alle etwas Passendes finden können. Schauen Sie einfach rein!

Abendlob: 

Berufungszeugnis und Betrachtung mit Gedanken von Alfred Delp SJDownload

Adoration for vocations:

 Andacht zu Ex 3 – Berufung des MoseDownload

Marian hour:

 Gestaltete RosenkranzandachtDownload

Ab wann sind Gottesdienste wieder möglich

Gute Lösungen für die Gläubigen finden

Rheinland-pfälzische Landesregierung und Kirchenvertreter wollen ab Mai Gottesdienste wieder möglich machen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Spitzen der rheinland-pfälzischen Bistümer und Landeskirchen wollen Gottesdienste unter strengen Schutzauflagen möglichst von Mai an wieder zulassen. „Die Landesregierung und die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Land wollen gemeinsam sehr schnell gute Lösungen für die Gläubigen finden“, sagte die Ministerpräsidentin im Anschluss an eine Telefonkonferenz am 18. April mit den führenden Geistlichen des Landes. 

Wer ein überzeugendes Schutzkonzept vorlegen könne, solle in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit erhalten, gemäß den jeweils aktuellen Vorgaben des Bundes und der Länder wieder zu Gottesdiensten nach dem 30. April einladen zu dürfen, so die Ministerpräsidentin. Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte den Kirchen ausdrücklich dafür, dass sie die Corona-Maßnahmen der vergangenen Wochen so entschieden mitgetragen hätten. Sie zeigte sich beeindruckt, wie kreativ die Kirchen in der gegenwärtigen Situation das Osterfest gestaltet hätten.

Am vergangenen Freitag war in einem Gespräch im Bundesinnenministerium in Berlin vereinbart worden, darauf hinzuarbeiten, dass nach dem 30. April wieder öffentliche Gottesdienste unter strenger Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen zugelassen werden. Die Entscheidung darüber wollen die Regierungschefinnen und -chefs der Länder in ihrem nächsten Gespräch mit der Bundeskanzlerin am 30. April treffen. Die Kirchen legen dazu konkrete Schutzkonzepte für die Diözesen und Landeskirchen in Deutschland vor. Die Eckpunkte sollen in der kommenden Woche mit Bund und Ländern abgestimmt werden.

Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann würdigte die Gesprächsergebnisse. Jetzt sei es notwendig, „den Blick nach vorne zu richten und behutsam Konzepte zu entwickeln, wie auch das religiöse Leben in Gottesdiensten und Seelsorge Schritt für Schritt wieder stärker öffentlich gestaltet werden kann“, so Bischof Wiesemann. Generalvikar Andreas Sturm kündigte an: „Wir werden in der kommenden Woche an einem entsprechenden Schutzkonzept arbeiten und es dann in die Abstimmung bringen.“ Zugleich sollen gemeinsam mit der Trierer Bistumsleitung und dem Katholischen Büro Saarbrücken die Gespräche mit der saarländischen Landesregierung weitergeführt werden.

Die Ministerpräsidentin und die Spitzen der evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer waren sich einig, dass eine schrittweise Wiederzulassung öffentlicher Gottesdienste nach dem 30. April noch keine Rückkehr zu den Verhältnissen vor der Pandemie bedeuten könne. Es müsse vor Ort sehr genau geschaut werden, ob die Schutzmaßnahmen tatsächlich eingehalten würden. Der Gesundheitsschutz der Gläubigen und der Seelsorger und Seelsorgerinnen müsse immer an erster Stelle stehen.

„Dass Menschen in der Krise gemeinsam beten können und seelsorgerliche Begleitung erfahren, ist mir auch persönlich sehr wichtig. Es ist zutiefst traurig, wenn Menschen keinen Besuch bekommen können oder sich von geliebten Menschen am Grab nicht verabschieden können“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Kirchen bestätigten, dass die stark eingeschränkte Möglichkeit, Kranke und Sterbende zu begleiten oder an der Beerdigung von Freunden und Verwandten teilzunehmen, zu den härtesten Folgen der Corona-Pandemie gehörten.

Herzensbotschaften für Limburgerhof

Herzensbotschaften gegen Einsamkeit

Zu Ostern bekamen Seniorinnen Briefe und Bilder als „Herzensbotschaft“, dass sie nicht allein sind – Zwei Initiatorinnen aus Ottersheim haben die Aktion ins Leben gerufen

Derzeit können die Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen aufgrund der Corona-Pandemie keinen Besuch bekommen und sind daher isoliert und alleine, wissen Esther Stadel, Mitarbeiterin im Caritas-Altenzentrum St. Bonifatius in Limburgerhof, und Ulrike Rüde aus Ottersheim. Daher kamen die beiden auf die Idee, die Aktion „Herzensbotschaft“ ins Leben zu rufen. Sie haben einen Aufruf gestartet, dass Kinder Bilder für Senior*innen in Seniorenheimen malen, „damit diese spüren, sie sind nicht allein“, war die Idee der Initiatorinnen.

Unter dem Motto „Bilder sagen oft mehr, als 1000 Worte es alleine könnten“, riefen sie in ihrer Heimatgemeinde Ottersheim Freunde, Bekannte und Nachbarn auf: „Zeigt Mitgefühl, animiert eure Kinder oder malt selbst ein Bild, schreibt ein paar nette Zeilen oder bastelt eine Karte, nutzt eure freie Zeit, um anderen eine Freude zu machen.“ Die Initiatorinnen bezogen auch den Ottersheimer Ortsbürgermeister Gerald Job in die Aktion mit ein, der den Aufruf ebenfalls weiter verbreitete.

„Das Ergebnis war überwältigend“, zogen Esther Stadel und Ulrike Rüde begeistert Bilanz. Die Idee wurde dank E-Mail und Telefon weit über Ottersheim hinaus in ganz Deutschland verbreitet. Bundesweit beteiligten sich allein 800 Kinder an der Aktion. Doch nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und Bürger aus allen Altersgruppen s brachten sich bei der Aktion ein.

„Durch unsere Aktion ‚Herzensbotschaft‘ bekam Ottersheim in den letzten Tagen viel Post – 50 Briefe  mit gemalten Bildern, Grußkarten und Basteleien  aus ganz Deutschland“, berichten die Initiatorinnen von Post aus Lübeck, Hamburg, Schwerin, Nürnberg, Frankfurt, Bremen und einigen Städten mehr. 

Auch eine Künstlerin in Norddeutschland, Yvonne Lamberty, erfuhr von der Aktion und bot spontan kostenlose Online-Malkurse an. Inzwischen wurden die „Herzensbilder“  nun unter den Senior*innen in Seniorenheimen  verteilt – wie zum Beispiel unter anderem im Seniorenzentrum Haus Edelberg in Bellheim, im Katholischen Altenzentrum in Landau und im Caritas-Altenzentrum St. Bonifatius in Limburgerhof.

„Die Senioren haben sich sehr gefreut“, lautet die einhellige Rückmeldung aus den Altenpflegeeinrichtungen, in denen die Post verteilt wurde. Vor allem zeige die große Resonanz der Mitwirkenden die Solidarität mit den Senior*innen, die derzeit wegen der Pandemie geschützt in den Einrichtungen leben. Ihre Herzen haben die Herzensbotschaften erreicht.

Text und Bilder: Esther Stadel / Caritasverband für die Diözese Speyer